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Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 18.08.2019 / 17.09.2019
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Wie beurteilst du die folgende Aussage: "Bei völligem Verzicht auf Milchprodukte kann es sehr leicht zu Mangelerscheinungen kommen"? Welche Argumente sprechen dafür und welche sprechen dagegen?

Es gibt keine Beweise dafür, dass es bei einem völligen Verzicht von Milchprodukten zu Mangelerscheinungen kommt.

Gegen die Behauptung spricht Folgendes:

  • Die Menschen haben erst vor wenigen tausend Jahren damit begonnen, Milch und Milchprodukte zu konsumieren, obwohl der Mensch schon seit fast 3 Millionen Jahren existiert (der moderne Mensch "Homo sapiens" seit 200'000 Jahren). Daher ist sein Verdauungssystem nicht auf die Verdauung von Milch ausgerichtet.
  • Die Mehrheit der Weltbevölkerung hat Probleme mit der Verdauung und Verwertung von Milch.
  • In vielen Regionen der Welt konsumieren die Bewohner keine oder nur wenig Milchprodukte und haben dennoch keine Mangelerscheinungen.
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Wie unterscheiden sich nachstehende Kriterien im Vergleich zu früher (vor 200 Jahren oder noch davor) und heute?

  • Häufigkeit des Milchkonsums und verzehrte Mengen
  • Qualität und Art der konsumierten Milchprodukte
  • Tierhaltung und Tierernährung
  • Häufigkeit des Milchkonsums und verzehrte Mengen
    • früher
      • selten und in kleinen Mengen
    • heute
      • von den meisten Menschen regelmässig und in grossen Mengen
  • Qualität und Art der konsumierten Milchprodukte
    • früher
      • ausschliesslich Rohmilchprodukte in Form von Milch, Butter, Käse oder Dickmilch, in sehr guter Qualität
    • heute
      • Anstatt Rohmilch gibt es fast nur noch industriell stark verarbeitete Milchprodukte und die Qualität ist aufgrund der Massentierhaltung sehr schlecht.
  • Tierhaltung und Tierernährung
    • früher
      • artgerechte Haltung und Ernährung
    • heute
      • Stallhaltung und artfremde Ernährung
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Warum wurde vor etwas mehr als 100 Jahren die Pasteurisierung der Milch eingeführt?

Durch die eingeführte Dauerstallhaltung der Milchkühe unter feuchten und unhygienischen Bedingungen entwickelten sich zunehmend krankheitserregende Keime. Dadurch häuften sich bei den Tieren unterschiedliche Krankheiten und Seuchen. Zudem wurden Keime über die Einführung von Milchsammelstellen stark verbreitet. Dies führte nicht nur zu Verlusten unter den Tieren, sondern auch dazu, dass sich Menschen infizierten und ebenfalls erkrankten oder sogar starben. Um dies zu vermeiden, wurde die Pasteurisierung eingeführt. Durch diesen Prozess konnte die Milch überwiegend keimfrei gemacht werden. Gleichzeitig wurde so die Basis geschaffen, Milch und Milchprodukte in grossen Mengen zu vermarkten.

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Ist die heutzutage als Frischmilch verkaufte Milch tatsächlich frisch?

Nein, die als Frischmilch verkaufte Milch kann beim Einkauf bereits 5-6 Tage alt sein. Die Haltbarkeit der Milch ist der Pasteurisierung zu verdanken. Früher galt eine Milch nur dann als Frischmilch, wenn sie nicht gerann, was bereits nach 1-1,5 Tagen der Fall war.

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Was ist das Ziel der Homogenisierung der Milch?

Ziel der Homogenisierung ist es, das Milchfett in winzige Partikel zu teilen, um ein Aufrahmen der Milch zu verhindern. Das macht die Milch optisch attraktiver, da sichtbare Fettklumpen beim Verbraucher unerwünscht sind und das Alter der Milch lässt sich dadurch nicht erkennen.

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Was unterscheidet die H-Milch von der so genannten Frischmilch in Bezug auf Haltbarkeit, Verarbeitung und Inhaltsstoffe?

Die H-Milch ist ungekühlt mindestens 6 Wochen lang haltbar, während Frischmilch gekühlt etwa 7 Tage haltbar ist.

Während Frischmilch bei der Pasteurisation 30 Sekunden lang auf ca. 72°C erhitzt wird, erreicht die H-Milch wenige Sekunden lang 150°C. Aufgrund der starken Erhitzung enthält die H-Milch bis zu 20% weniger Vitalstoffe als Frischmilch.

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Warum ist Milch eher ein Übergangslebensmittel statt ein Grundnahrungsmittel für das gesamte menschliche Leben? Gilt das für jede Art von Milch?

Die jeweils artspezifische Milch, welche ein Tier oder ein Mensch produziert, hat die Funktion, Neugeborene zu nähren, bis sie feste Nahrung verwerten können. Der Konsum artfremder Milch durch den Menschen ist von der Natur nicht vorgesehen. Erst recht nicht für erwachsene Menschen.

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Was unterscheidet die Kuhmilch von der menschlichen Muttermilch?

Kuhmilch enthält viel mehr Eiweiss, viel weniger Kohlenhydrate und liefert ein völlig anderes Mineralstoff- und Vitaminprofil.. Zusätzlich enthält sie spezielle Wachstumshormone und Antikörper, die für den Menschen nicht geeignet sind.