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Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 13.06.2019 / 26.06.2019
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SW1 Historische Entwicklung der Energieträger: Welches sind die 3 Perioden?

Historische Entwicklung Energieträger

Die Agrargesellschaft vor Mitte des 19. Jh. gründete auf einer kleinräumigen Energiewirtschaft, die v.a. auf der Ausschöpfung von Holz und anderer Biomasse beruhte und deren Energiebasis somit grundsätzlich erneuerbar war. 

Die Industriegesellschaft zwischen 1860 und den 1950er Jahren zeichnete sich durch den Import von Kohle als Hauptenergieträger aus. 

Die Konsumgesellschaft, die ihr folgte, deckte ihren Energiebedarf v.a. mit Erdöl und Erdgas und in geringerem Masse mit Wasserkraft und später auch Kernkraft. 

Seit der Erdölkrise und mit steigender Verschmutzung der Umwelt werden alternative Energiequellen erschlossen.

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SW1 Wie wichtig ist die Energie in der Wirtschaft?

Öl ist ein wichtiger Inputfaktor für die Wirtschaft. 1/3 geht in die Haushalte, 1/3 in die Industrie und 1/3 in den Transport. Daher sind zahlreiche Kriege entstanden, bei denen es indirekt um Öl geht. Auch haben hohe Ölpreise die Wirtschaftskriesen ausgelöst.

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SW1 Wie sieht der Energieverbrauch in der Schweiz aus?

Die wichtigsten Energiearten sind Erdöl, Strom aus Kern- und Wasserkraftwerken sowie Erdgas. Erneuerbare Energien wie Umgebungswärme, Biomasse, Wind- oder Sonnenenergie verzeichnen seit ungefähr 2005 eine starke Zunahme.

Strom wird in der Schweiz durch 60% Wasserkraft und 33% Kernkraft in 5 Kernkraftwerken erzeugt. 

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SW2 Strommarkt: Was ist Energie? Welche verschiedenen Formen von Energie gibt es?

Energie bedeutet aus dem lat. "wirkende Kraft" = Arbeitsfähigkeit eines Systems.

Formen von Energie

  • mechanische Energie
  • thermische Energie auch Wärmeenergie genannt (=Energie durch Verbrennung)
  • elektrische Energie
  • Strahlungsenergie (=Solar & Photovoltaik)
  • chemische Energie fossiler Brennstoffe (=Kohle, Erdöl, Erdgas)
  • Kernenergie (=Atomkraft)
  • etc.
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SW2 Strommarkt: Was sind die 2 Eigenschaften von Strom?

Strom besteht aus 2 Leistungen: Produktion & Übertragung (=Transport)

Elektrizität fliesst immer den Weg mit dem geringsten Wiederstand, daher folgt auch eine Trennung von Energielieferung und Netznutzung. Die Herkunft einzelner kWh aus der Steckdose kann nicht identifiziert werden.

Strom lässt sich im Netz kaum speichern daher Produktion = Konsum (d.h. es sollte genau soviel Energie in das Netz eingespeist werden wie von den Endverbrauchern entnommen und für die Deckung der Netzverluste benötigt wird).

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SW2 Wie hat sich der Schweizer Elektrizitätsmarkt entwickelt?

Vom Monopol zur Teil-Liberalisierung

Der Schweizer Strommarkt wird ab 2009 stufenweise liberalisiert (voher Monopol). Grosskunden mit einem Jahresverbrauch von über 100 MWh können ihren Lieferanten frei wählen. Wenn aber ein Unternehmen in den freien Markt wechselt, kann es nicht mehr in die Grundversorgung zurückkehren. In der Grundversorgung sind für den Strompreis die Gestehungskosten entscheidend.

Privaten und KMU steht der freie Markt noch nicht offen. Sie verbleiben in der Grundversorgung. Erst nach einer Übergangszeit sollen diese Kunden ihre Anbieter frei wählen können. Dazu braucht es eine vollständige Öffnung des Strommarkts.

Das  Stromübertragungsnetz bleibt ein natürliches Monopol, da es (ökonomisch) nicht sinnvoll wäre, parallele Netze aufzubauen und zu betreiben. Ein Anbieter (Monopolist) deckt die Nachfrage effizienter als mehrere Anbieter, da die Bereitstellung weiterer Stromnetze mit sehr hohen Fixkosten verbunden ist. Es ist kein Wettbewerb möglich und die Kosten werden vollständig auf die Kunden überwälzt.

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SW2 Was sind die Folgen eines natürlichen Monopols?

- es bestehen keine Anreize hinsichtlich Effizienzsteigerung.
- Netzausbauprojektkosten können vollständig auf Kunden überwälzt werden.

Als Lösung erfolgt die Überwachung der Investitionen und Tarife durch die Eidgenössische Elektrizitätskommission (=ElCom).

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SW2 Was ist die Rolle der ElCom?

StromVG 21 ff.

Die ElCom ist die unabhängige, staatliche Regulierungsbehörde im Elektrizitätsbereich. Sie überwacht die Einhaltung des Stromversorgungs- und Energiegesetzes (StromVG & EnG). Die Elcom ist direkt dem Bundesrat unterstellt!

Die ElCom trifft die dazu nötigen Entscheide und erlässt Verfügungen. 

Die ElCom soll sicherstellen, dass die Betreiber der Stromnetze ihre marktbeherrschenden Stellungen nicht missbrauchen. Dazu kann die ElCom von Amtes wegen Preisabsenkungen anordnen oder Preiserhöhungen untersagen.  Ferner entscheidet die Kommission bei Streitigkeiten betreffend ElektrizitätstarifenNetznutzungsentgelten oder Netzzugang als unabhängige richterliche Instanz. Gegen die Entscheide der Elcom kann beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben werden. 

Die Elcom macht keine politische Entscheide und erarbeitet keine Gesetze!!!