Lernkarten

Karten 16 Karten
Lernende 0 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert 29.05.2019 / 30.05.2019
Lizenzierung Keine Angabe
Weblink
Einbinden
0 Exakte Antworten 16 Text Antworten 0 Multiple Choice Antworten
Fenster schliessen

Investition

Investition ist die Umwandlung der durch Finanzierung oder aus Umsätzen stammenden flüssigen Mittel des Unternehmens in Sachgüter, Finananlagen und immaterielle Güterö

Fenster schliessen

Investition im weiteren Sinne

In einem sehr weiten Sinne umfassen die Vermögenswerte, in welche investiert wird, sämtliche Unternehmensbereiche, und zwar unabhängig von ihrer bilanziellen Erfassung oder Erfassbarkeit. Zu denken ist beispielsweise an

- das Umlaufvermögen(z.B. Vorräte, Forderungen)

- das materielle (z.B. Maschinen, Grundstücke), immaterielle (z.B. Patente, Lizenzen) und finanzielle (z.B. Beteiligungen) Anlagevermögen

- Informationen (z.B Informationssysteme des Rechnungswesens)

- das Humanvermögen oder Human Capital (z.B. Ausbildung von Mitarbeitenden)

- Know-how (Forschung und Entwicklung)

Es handelt sich somit um alle Investionen, die ein Leistungspotenzial, einen erwarteten zukünftigen Nutzenzugang darstellen

Fenster schliessen

Investition im engeren Sinne

Beschränkt man sich dagegen auf einen ganz bestimmten Unternehmensbereich oder eine bestimmte Art von Gütern, in die investiert wird, so handelt es sich um eine enge Fassung des Investitionsbegriffes. Insbesondere versteht man darunter den Einsatz finanzieller Mittel in das materielle Anlagevermögen.

Den folgenden Ausführungen liegt ein enger Investitionsbegriff zugrunde, wobei die Produktionsanalgen (Maschinen und Maschinenkomplexe) von Industriebetrieben im Vordergrund stehen werden.

Fenster schliessen

Investitionsarten

- Sachinvestition: Fahrzeuge, Maschinen, Immobilien

- Finanzinvestition: Aktivdarlehen, Beteiligungen

- Immaterielle Investition: Forschung, Sozialleistungen, Patente, Lizenzen, Schulung

Fenster schliessen

Nach dem zeitlichen Ablauf lassen sich Gründungsinvestitionen( auch Anfangs oder Errichtungsinvestitionen genannt) und laufende Investitionen unterscheiden: Letztere lassen sich je nach Investitionszweck bzw. Investitionsmotiv einteilen in:

 

1. Ersatzinvestionen: Ersatz der alten defekten oder verbrauchten Anlage durch eine neue gleiche oder zumindest gleichartige Anlage

2. Rationalisierungsinvestitionen: Auswechslung noch funktionierender und einsetzbarer Anlagen mit dem Zweck,

- Kosten zu sparen

- qualitativ bessere Produkte herzustellen und damit höhere Verkaufspreise zu erzielen

- die Kostenstruktur zu verändern (z.B. energiesparende Anlagen)

3. Erweiterungsinvestitionen: Beschaffung zusätzlicher Anlagen, um das bereits vorhandene Leistungspotenzial in quantitativer Hinsicht zu vergrössern.

4. Umstellungsinvestition: Ersatz der alten Maschinen durch neue, um anstelle der bisherigen Erzeugnisse neue Produkte herzustellen.

5. Diversifikationsinvestitionen: Zusätzlich zu den bisherigen Leistungen werden neue erbracht, die in das bestehende Produktionsprogramm passen (horizontale oder vertikale Diversifikation) oder die keinen sachlichen Zusammenhang zu den bisherigen Gütern haben (laterale Diversifikation)

 

Fenster schliessen

Hauptprobleme bei Investitionen

1. Langfristiger Zeithorizont

2. Knappheit finanzieller Mittel

3. Komplexität

4. Datenmenge

5. Erfolg des Unternehmens

Fenster schliessen

Problemlösungsprozess der Investition

1. Analyse der Ausgangslage:

In der Ausgangslage geht es darum, die sich aufgrund der veränderten Umwelt (z.B Technologie, rechtliche Vorschriften, Kundenbedürfnisse) oder neuer Unternehmensbedingungen (z.B. neue Zielformulierung, neue Unternehmensstrategie) ergebenden Probleme für den Investitionsbereich zu erkennen, zu erfassen und einer ersten groben Analyse zu unterziehen.

2. Festlegen der Investitionsziele:

Aus den allgemeinen Unternehmenszielen und unter Berücksichtigung der Analyse der Ausgangslage lassen sich die spezifischen Investitionsziele herleiten. Wie im Rahmen der Finanzierung bereits dargelegt, geht es grundsätzlich um die optimale Kapitalverschwendung. Im Vordergrund stehen die drei Zielkategorien technische, wirtschaftliche und soziale Ziele.

3. Festlegen der Investitionsmassnahmen: 

Sind die Investitionsziele umschrieben, so lassen sich die Massnahmen zur Zielerreichung bestimmen. 

4. Festlegen der Investitionsmittel: Die Bestimmung der zur Realisierung der vorgeschlagenen Massnahmen notwendigen Ressourcen beinhaltet in erster Linie den Entscheid über die finanziellen Mittel, die eingesetzt werden sollen. Da das Investitionsbudget meistens vorgegeben wird, stellt sich in der Praxis das Problem, wie diese Mittel auf die verschiedenen Investitionsprojekte aufgeteilt werden sollen

5. Durchführung: Diese Phase umfasst die Umsetzung der Ziele und Massnahmen in konkrete Investitionen unter Berücksichtigung des Investitionsbudgets. Die Gestaltung des Investitionsablaufs bei der Beschaffung und Inbetriebnahme von Investitionen wird in Abschnitt 1.2 "Ablauf des Investitionsentscheidungsprozess" dargestellt.

6. Evaluation der Resultate: Investitionen zeigen vielfach direkt messbare Resultate, die über den Zielerreichungsgrad sowie die Zweckmässigkeit der Massnahmen und des Mitteleinsatzes Auskunft geben.

Fenster schliessen

Ablauf des Investitionsentscheidungsprozess

Betrachtet man den Ablauf bei der Beschaffung und Inbetriebnahme eines Investitionsobjektes, so zeigt sich in der Praxis, dass in Anlehnung an die allgemeinen Führungsfunktionen folgende Phasen unterschieden werden können: Investitionsplanung, - entscheidung, -realierung und -kontrolle