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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 10.12.2018 / 10.12.2018
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4 Exakte Antworten 25 Text Antworten 27 Multiple Choice Antworten
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3 Arten von Validitäten: Validitäten, die bei der Diagnose gelten sollten

Ätiologische Validität:

  • wenn für die Störung von Patienten mit der gleichen Diagnose die gleichen lebensgeschichtlichen Umstände verantwortlich sind

Übereinstimmungsvalidität

  • weitere Symptome, die nicht zur eigentlichen Diagnose gehören, sind charakteristisch

Vorhersagevalidität

  • Patienten mit einer Diagnose haben denselben Verlauf oder reagieren ähnlich auf eine Behandlung
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Welche Kriterien nach DSM IV der Substanzabhängigkeit charakterisieren eine körperliche Abhängigkeit?

  • Toleranzentwicklung (Dosissteigerung für gewünschten Effekt, verminderte Wirkung bei gleicher Dosis)
  • Entzugssymptome (charakterisches Entzugssyndrom für jeweilige Substanz, Substanzeinnahme um Entzugssymptome zu lindern)
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Was definiert abnormes Verhalten? (lang)

  • Statistische Seltenheit:
    • Abnormales Verhalten ist selten
    • Verhaltensformen und Persönlichkeitsmerkmale sind normalverteilt (Normalverteilung, Glockenkurve)
      àVerhalten weicht nicht gravierend vom Durchschnitt ab, abnormales Verhalten bedeutet Abweichung in der Norm (meist 2 SD vom Mittelwert)
    • ABER: Seltenes Verhalten muss nicht abnormal sein z.B hoher IQ
      Statistische Seltenheit nicht ausreichend um psychopathologisches Verhalten zu definieren
  • Abweichung von gesellschaftlichen Standards:
    • Abnormität verletzt soziale Normen (festgeschriebene Regeln, moralische Standards aus der Erziehung)
    • ABER: stark von kulturellen Normen abhängig 
      nicht jedes abnorme Verhalten verletzt soziale Normen ( z.B. Angst)
      Einige Verhaltensweisen verletzten soziale Normen, werden aber nicht als psychopathologisch angesehen (z.B. Kriminalität)
  • Erzeugen von Unbehagen:
    • Wenn Person soziale Regeln verletzt, so empfinden Menschen in ihrem Umfeld oft Unbehagen oder Besorgnis ( z.B. desorganisiertes Verhalten Schizophrener)
    • ABER: Nicht immer bei sozialen Unbehagen ist die Ursache eine Konfrontation mit psychischer Störung (z.B. Prüfungssituation)
      Nicht jeder psychisch kranke ruft soziales Unbehagen hervor
  • Persönliches Leid
    • Betrifft viele Formen von Abnormalität (z.B. Angst, Depression…)
    • ABER: einige Störungen ohne persönliches Leiden (Manie, Narzissmus)
      Manche Leiden nicht psychopathologisch (Schmerz, Hunger..) 
  • Unangemessenes Verhalten/ Maladaptivität
    • Unfähigkeit ein bestimmtes Ziel zu verfolgen (z.B. Arbeitsunfähigkeit durch Depression)
    • ABER: einige Störungen beinhalten nicht unbedingt Maladaptivät, können auch nützlich zur Zielerreichung sein (z.B. antisoziale Persönlichkeitsstörung, hypomane Phasen)
  • Irrationalität und Unvorhersagbarkeit
    • Irrationale Reaktionen:  z.B. Sorgen über finanzielle Nöte trotz Geld
      Unvorhersagbarkeit z.B. desorganisiertes Verhalten bei Schizophrenen
    • ABER: nicht alle psychischen Störungen enthalten irrationale Elemente
      Auch Gesunde unterliegen einer Vielzahl von Urteilsverzerrungen
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Was definiert abnormes Verhlten? (kurz)

  • Statistische Seltenheit:
  • Abweichung von gesellschaftlichen Standards:
  • Erzeugen von Unbehagen:
  • Persönliches Leid
  • Unangemessenes Verhalten/ Maladaptivität
  • Irrationalität und Unvorhersagbarkeit
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Definition Verhaltensstörung

  1. Statistische Seltenheit 
    1. Abweichend von der Normalverteilung
    2. Seltenes Verhalten muss nicht abnormal sein àbspw auch durch hohen IQ, hoch ängstlich
  2. Verletzung gesellschaftlicher Standards(nicht immer normverstoßend: Angst)
  3. Erzeugen von sozialem Unbehagen(aber nicht immer: Trunkenheit tagsüber bei Alkoholikern vs Prüfungssituation & nicht jeder psychisch Kranke ruft Unbehagen hervor)
  4. Persönliches Leid(betrifft viele Formen, wie z.B. Angst, Depression, aber nicht alle, wie z.B. Psychopathie, Manie & Manche Leiden sind nicht psychopathologisch: Hunger, Schmerz)
  5. Unangemessenes Verhalten/ Maladaptivität(Depression àArbeit kann nicht nachgegangen werden; aber andere können auch hilfreich für Zielerreichung sein: antisoziale Persönlichkeitsstörung, hypomane Phasen)
  6. Irrationalität und Unvorhersagbarkeit(z.B. Sorgen über finanzielle Nöte trotz Geld; aber: nicht alle psySt. Enthalten irrationale Elemente & auch Gesunde haben Urteilsverzerrungen)

àEin Charakteristikum genügt nicht. Zsm definieren diese 6 Charakteristika die Rahmenbedingungen 

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Wissenschaftliche Paradigmen Definition

  • Paradigma = begrifflicher Rahmen oder Ansatz, in dem ein Forscher arbeitet. Begrenzte Zahl von grundlegenden Annahmen, die ein „Universum“ wissenschaftlicher Fragestellungen beschreiben
  • Paradigma = System grundlegender Antworten, Vorstellungswelt in der gearbeitet wird
  • Paradigmen legen fest
    • Welche Probleme Wissenschaftler untersuchen und wie sie dabei vorgehen
    • Was erforscht wird
    • WIE geforscht wird (Methode)
  • Wahrnehmungspsychologisch: Paradigma vergleichbar mit einer allgemeinen Einstellung oder Tendenz, bestimmte Faktoren zu sehen und andere nicht
  • Paradigmen beeinflussen Interpretation von Fakten
  • Paradigmen beeinflussen Bedeutung und Wichtigkeit, die man erhobenen Daten beimisst
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Biologisches Paradigma

  • Nimmt an, dass Verhalten immer genetisch (und somit somatisch) determniiert ist
  • Psychische Störungen gehen mit biolgischen Korrelat einher
  • Verhaltensgenetik: Genotyp und Umwelt --> Verhalten
  • Unterschiedliche Konkordanzraten bei ein und zweieiigen Ziwllingen sprechen für genetische Grundlage der Störung
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Methoden der Klinischen Psychologie 

  • Biologische Verfahren:
    • Bildgebende Verfahren (z.B. CT, PET, MRT, NIRS)
    • Psychophysiologische Methoden (z.B. EKG, SCR, EEG)
    • Neurochemische Methoden (z.B. Transmittermengen, Metaboliten)
  • Psychologische Verfahren:
    • Klinische Interviews
    • Psychologische Tests
    • Direkte Verhaltensbeobachtung
    • Neuropsychologische Verfahren
    • Verhalltensexperiment