Lernkarten

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SS 17
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Motivation:

Motivationspsychologie befasst sich damit, Richtung, Ausdauer und Intensität von Verhalten zu erklären.

Ziel einer guten motivationalen Erklärung: möglichst viel unterschiedliches Verhalten mit möglichst vielen hypothetischen Motivationskonstrukten zu erklären.

Im Fokus der M.P steht schon immer der Mensch.

Nach neueren Entwicklungen liegt der Fokus vorallem auf mathematischen Modellen und quantitativen Vorhersagen.

Jahrezehntelang war die Motivationspsychologie die "Psychologie der Ratten und Tauben"

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Erklärungsebenen nach Marr:

Marr hat 4 verschiedene Ebenen spezifiziert.

die Algorithmische Ebene beschäftigt sich mit der Frage, wie der Algorithmus physiologisch bzw physikalisch als neuronale Aktivität realisiert wird.

Ebene der Funktion: Welchen Zweck hat der emotionale oder motivationale Prozess?

Frage auf der algorithmischen Ebene: Welche Eigenschaften haben die Repräsentationen, die den emotionalen/motivationalen Prozess starten?

auf neuronaler Ebene ist z.B der Wert eines Lieblingsessens im ventromedialen Präfrontalkortex repräsentiert.

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Emotionen:

in der Forschung konnte man sich nach langer Uneinigkeit auf eine Arbeitsdefinition einigen.

Arbeitsdefinition Emotion: zeitlich, datierte, konkrete einzelne Vorkommnisse. (z.B Freude, Ärger)

Angst zählt allgemein nicht als Emotion.

Motivation und Emotion haben von der Wortbedeutung her viel gemeinsam.

Traurigkeit ist eine Emotion.

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Merkmale von Emotionen:

bezeichnen aktuelle psychische Zustände von Personen.

haben eine bestimmte Qualität, Intensität und Dauer.

sind in der Regel objektgerichtet.

charakteristisches Erleben, Verhalten und Physiologie.

sind in der Regel nicht von Dauer.

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Warum brauchen wir Emotionen? mögliche Ansätze nach Smith &Kemp-Wheeler:

wir brauchen die physiologische Modulation die ihnen unterliegt.

um soziale Bindungen herzustellen.

um uns selbst und anderen zu sagen was gut für uns ist/Priorität haben sollte

zum Sensemaking

zum Überleben.

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Emotionen in Theater/Film:

es ist leichter einen authentisch wirkenden Emotionsausdruck darzustellen als einen Mangel an Emotionen.

Nach Stanislawski ist der richtige Weg um Emotionen darzustellen die Analyse von Emotionen.

Techniken um Schauspieler in die Lage zu versetzen, glaubhafte Emotionen auszudrücken, basieren nach Stanislawski darauf, dass man übt die Umstände gezielt herzustellen, unter denen man die gefragte Emotion erlebt.

Nach Straßberg kann die Fähigkeit auf imaginäre Stimuli zu reagieren durch Entspannungsübungen gefördert werden.

Nach Straßberg kann die Fähigkeit auf imaginäre Stimuli zu reagieren durch Erinnerungsübungen (Fragen stellen) trainiert werden.

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Affekt-Vorhersagen (Wilson und Gilbert)

Motivationsausdruck und Emotion greifen ineinander.

Menschen können oft nicht gut zwischen positiven und negativen Folgen unterscheiden (mangelnde Affektvorhersage)

Menschen liegen routinemäßig daneben wenn sie vorhersagen sollen wie stark und wie lange sie glücklich/unglücklich sein werden.

Studierende unterschätzen wie unglücklich sie sein werden wenn ihnen ein unattraktives Wohnheimzimmer zugewiesen wird.

wenn man satt ist unterschätzt man eher das Verlangen, das man nächste Woche z.B nach Eiscreme spüren wird.

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Mögliche Erklärungen für Verzerrungen bei Affektvorhersage:

Der Fokussierungseffekt besagt, dass wir überschätzen wieviel wir in Zukunft über ein Ereignis nachdenken, da es im Moment im Fokus unserer Aufmerksamkeit ist.

Bewältigung des Alltags führt oft dazu Dinge aus dem Arbeitsgedächtnis zu Verdrängen (mangelnde Kapazität)

Es kommt oft zu Verzerrungen weil Menschen ihre Fähigkeit zum Sensemaking überschätzen.

Sensemaking = mangelnde Fähigkeit sich einen Reim auf Ereignisse zu machen.

In einem Experiment konnte nachgewiesen werden, dass Freude über etwas unerwartetes, wofür man keine Erklärung hat, länger anhält.