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Lot Brennpunkt Wirtschaft und Gesellschaft
Sprache Deutsch
Niveau Apprentissage
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Crée / Actualisé 07.10.2014 / 12.03.2020

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Konjunktur

Als Konjunktur bezeichnen wir die aktuelle wirtschaftliche Gesamtlage eines Landes.

Sie wird bestimmt durch den Auslastungsgrad der zur Verfügung stehenden Ressourcen, der Produktionsfaktoren Arbeit, Wissen, Kapital und Boden.

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Konjunkturzyklus

Der Konjunkturzyklus beschreibt sich wiederholende Phasen der wirtschaftlichen Entwicklung.

Ein vollständiger Zyklus umfasst die folgenden vier typischen Phasen:
– Konjunkturaufschwung
– Hochkonjunktur/Boom
– Konjunkturabschwung
– Rezession

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Konjunkturaufschwung

Konjunkturphase zwischen Rezession/Depression und Hochkonjunktur.

Diese Phase ist gekennzeichnet durch
eine zunehmende Auslastung des Produktionspotenzials;
die Arbeitslosigkeit geht zurück,
die Konsumentenstimmung verbessert sich,
Preise ziehen an (evtl. leichte Teuerung),
zunehmende Investitionen,
Zinsen steigen als Folge der zunehmenden Nachfrage nach Kapital.

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Hochkonjunktur (Boom)

In einer Hochkonjunktur (Boom) sind die vorhandenen Produktionsfaktoren vollständig ausgelastet und die gesamtwirtschaftliche Leistung erreicht Rekordwerte.

Weitere Merkmale:
es herrscht Voll-/Überbeschäftigung,
geringe Arbeitslosigkeit,
hoher Konsum,
optimistische Stimmung,
steigende Preise (weil Nachfrage > Angebot),
Rationalisierungsinvestitionen,
steigende Zinssätze (Kapital wird knapp).

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Konjunkturabschwung

Konjunkturphase zwischen Hochkonjunktur und Rezession/Depression.

Diese Phase ist gekennzeichnet durch
zunehmend frei werdende Kapazitäten (Unternehmungen geraten in Schwierigkeiten).
Die Arbeitslosigkeit steigt an,
Konsumenten sind verunsichert (Konsumrückgang),
die Preise sind auf hohen Niveau, aber eher rückläufig,
Rückgang der Nachfrage nach Investitionen,
Zinssätze gehen zurück,
zunehmende Spartätigkeit aufgrund der Verunsicherung.

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Rezession (Depression)

In einer Rezession sind die gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten stark eingeschränkt. Das reale BIP stagniert oder nimmt in zwei aufeinander folgenden Quartalen ab.
(Wenn das reale BIP mehr als 10 % abnimmt oder wenn die Phase des Negativwachstums mehr als 3 Jahre beträgt, sprechen wir von einer Depression.)

Weitere Merkmale:
geringe Auslastung der Kapazitäten,
hohe Arbeitslosigkeit – kaum offene Stellen,
geringer Konsum – gedrückte Konsumentenstimmung,
niedriges Preisniveau, keine Teuerung,
wenig Investitionen, praktisch keine Spartätigkeit,
niedrige Zinsen (geringe/keine Nachfrage nach Kapital).

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Konjunkturindikatoren

Konjunkturindikatoren sind Messgrössen, welche Aussagen über die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes zulassen. Wir unterscheiden vorauseilende, gleichlaufende und nachhinkende Indikatoren

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Vorauseilende Indikatoren

Vorauseilende Indikatoren nehmen den konjunkturellen Verlauf vorweg. Sie sind geeignet, um Konjunkturprognosen zu erstellen und somit ein wichtiges Instrument zur Planung konjunkturpolitischer Massnahmen.

Beispiele sind die Konsumenten- und Unternehmerstimmung, der Auftragseingang von Industrie- und Bauunternehmungen oder die Entwicklung des Geldumlaufs.