Lernkarten

Anna Grenigloh
Karten 53 Karten
Lernende 3 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 03.07.2019 / 09.08.2019
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Beispiel schulisch relevanter Diskurskompetenzen

-verstehend zuhören

-erzählen

-zusammenfassen

-erklären

-argumentieren

-präsentieren

--> Äußerungsübergreifende Fähigkeiten, Diskursfähigkeiten

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Traditionelle Interessensbereiche der Spracherwerbsforschung;

Erwerb phonologischer Fähigkeiten, Grammatikerwerb (Morphologie, Syntax), Lexik

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Pragmatische Wende (60er/70er Jahre)

sprachliches Handeln rückt ins Bewusstsein der Linguistik

damit die Fragen: was kann ich mit Sprache über das Verstehen und Produzieren von Lauten, Wörtern und Sätzen hinaus noch machen? 

Welche Rolle spielt der situative Kontext? 

Was ist ein kontextangemessener Gebrauch von Sprache?

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Sprachliche Basisqualifikationen

1. phonische,2.  pragmatische, 3. semantische, 4. morphologisch- 5.syntaktische,6. diskursive, 7. literale I und II 

--> keine isolierten Teilkompetenzen, sondern sind im sprachlichen Handeln stet eng miteinander verwoben. 

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Bedeutung der Mündlichkeit im Schulkontext

"unauffälig allgegenwärtige Erscheinung..."-Abraham

-Ausbildung vn Gesprächskompetenz als Ziel des Deutschunterrichts seit der pragmatischen Wende

-Sprachlich-kommunikative Praktiken haben eine Doppelfunktion beim Lernen: Lernziel und Lernmedium (Becker-Mrotzek und Quasthoff)

-aktive Teilnahme möglich durch globale Diskurspraktiken--> sprachsensibler Fachunterricht: fachliches UND fachsprachliches Lernen soll gefördert werden (Heller  und Morek 2015)  

-KmK 2012: Deutschun. soll dazu befähigen persönlich, fach- und berufsbezogenen, öffentlichen Kommunikationssituationen angemessen und adressatengerecht zu handeln. 

-Morek 2016:49: emprisch wissen wir erst wenig über die situativen kommunikativen Kompetenzen von K u J. 

-Nutzungsmöglichkeiten von Sprache als Unterrichtmedium sind asymmetrisch verteilt- SUS antworten mit ca. 10 Wörtern-> Vogt 2009 und sehr umgrenzte Antworten 

- Becker-Mrotzek: Erklärungen oft vom Lehrer geliefert oder durch Führung vorweggenommen

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Quasthoff 2009 

-Erwerb mündlicher Kompetenzen ab frühes Kindes alter bis in die Adoleszens 

- zunächst war die Spracherwerbsforschung auf Kindesalter beschränkt

- auffällig ist die Vernachlässigung der Förderung sprachlicher Kompetenzen in der Sekundarstufe 2

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Unsicherheiten in der Bewertung mündlicher Kompetenzen

Wie bewerten? Problem: Flüchtigkeit gesprochener Sprache

Was genau bewerten? Problem: empirische Modellierung von Gesprächskompetenz ist ein raltiv junges Forschungsgebiet. Kenntnisse über die Strukturen authentischer Gespräche konnten erst mit der Entstehung der Gesprächsanalyse (Ethnomethodologische Konversationsanalyse) vorangetrieben werden.

Wen bewerten? Problem: Gespräche (einschließlich scheinbar monologischer Gesprächsformen) sind interaktiv hervorgebrachte Phänomene- im Unterricht aber geht es um die BEwertung indiv. Leistungen- wie sind Kompetenzen des Individuums aus einer gemeinsamen Leistung "herauszupräparieren"--> kommt sehr auf die Gruppendynamik an

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Ethnomethodologische Konversationsanalyse

Fragt nach dem WIE sozialer Interaktionen

-Begründer der Ethnomethodologie: Harold Garfinkel--> mit welchen Methoden stellen Mitgleider einer Gesellschaft soziale Ordnung her?

- Begründer der Konversationsanalyse: Harvey Sacks--> Wie bringen Teilnehmende im Gespräch Zug um Zug Wirklichkeit hervor?