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Lernende 3 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 15.06.2019 / 02.07.2019
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Welche Aussagen sind richtig?

Im alltäglichen Sprachgebruach ist Stress Ausdruck von erlebten emotionalen, psychischen oder physischen Zuständen (= ich bin völlig gestresst), oder dienst der Charakterisierung von Situationen oder Anforderungen an die eigene Persone (= das war der reinste Stress).

Im wissenschaftlichen Kontext hat Stress eine eindeutige Bedeutung.

Stress wird im Reaktionsansatz als eine spezifische physiologische Reaktion des Organismus auf belastenddee Reize oder Umweltanforderungen verstanden.

Nach Selye ist die Stressreaktoin ein universeller Abwehrmechanismus.

Mit dem allgemeinen Anpassungssyndrom (AAS) werden zwei Stadien der Reaktion auf einen Stressor postuliert.

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Welche Aussage trifft zu?

Bei der physiologischen Stressreaktion wird der Organismus dazu befähigt, auf Gefahren motorisch reagieren zu können.

Regenerative und reproduktive Körperfunktionen werden während einer Stressreaktion angeregt.

Die Aktivierung der Sympathikus-Nebennierenmarks-Achse (SNA) bewirkt eine erhöhte Ausschüttung von Corticosteroiden (Cortisol).

Mit der Aktivierung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HHN) findet eine erhöhte Ausschüttung von Katecholaminen (Adrenalin, Noradrenalin) statt.

Keine trifft zu.

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Welche Aussagen sind korrekt?

Im Situationsansatz rekurriert sich der Stressbegriff auf externe Reize, Anforderungen und Umweltgegebenheiten (Stressoren).

Eine hohe Intensität, lange Dauer, Neuartigkeit, Unvorhersehbarkeit, Unkontrollierbarkeit und Mehrdeutigkeit (DINUUM) sind Merkmale von Stressoren.

Kritische Lebensereignisse können sowohl positiv als auch negativ sein.

Non-normative Stressoren werden als stark belastend erlebt.

Militärische Konflikte zählen zu den normativen Stressoren.

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Was trifft bezüglich der Social Readjustment Rating Scale (SRRS, Holmes & Rahe, 1967) zu?

Mit der SRRS können kritische Lebensereignisse erfasst werden.

Die SRRS besteht aus 43 prägnanten Lebensereignissen, denen eine Anzahl von Punkten zugewiesen wird (life change units, LCU).

Die Summe der LCU der eingetretenen Ereignisse in den letzten 12 Monaten wird als das erlebte Stresslevel interpretiert.

Ein Kritikpunkt der SRRS ist die ausschließliche Erhebung im amerikanischen Kulturkreis.

Das Ausbleiben bestimmter Ereignisse wird bei der SRRS berücksichtigt.

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Was ist korrekt?

Typische alltägliche Belastungen (daily hassels) sind finanzielle Schwierigkeiten, Gewichtsprobleme, Gesundheitssorgen, das Verlieren/Verlegen von Gegenständen und Arbeiten am Haus bzw. im Garten.

Kritische Lebensereignisse sind stärker mit Kriterien psychischer und physischer Gesundheit verbunden als alltägliche Belastungen.

Alltagsbelastungen können als proximale Veränderungen aufgefasst werden, die unmittelbar, subjektiv wahrgenommen werden.

Kritische Lebensereignisse könnten als distale Veränderung beschrieben werden, die unmittelbar auf das Stresserleben einwirken.

DeLongis, Coyne, Dakof, Folkman und Lazarus (1982') haben eine Synthese der Ansätze der kritischen Lebensereignisse und der alltäglichen Belastungen vorgenommen.

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Welche Aussagen zum Alltagsbelastungsfragebogen (ABF, Traue, Hrabal & Kosartz, 2000) sind richtig?

Der ABF enthält 58 Items mit potenziell belastenden Alltagsereignissen und 2 Leerkategorien, die bei den Items nicht vorkommen.

Falls die Alltagsereignisse in den letzten 24 Monaten aufgetreten sind, werden sie mit einer siebenstufigen Skale bewertet.

Mit dem ABF kann die Anzahl der aufgetretenen Ereignisse (Frequenz), sowie die Summe der erfahrenen Belastungen und die durchschnittliche Belastung (Summe/Frequenz) bestimmt werden.

Stress wird mit dem ABF stimulusbezogen (Summe) erfasst und betont dabei die subjektive Komponente (Frequenz).

Das Verhältnis Summe / Frequenz trägt den Umstand Rechnung, dass Erkenntnisse der transaktionalen Stresskonzeption implementiert wurden.

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Relationale Stresskonzeption: Was ist korrek?

Stress ist das Ergebnis von verschiedenen subjektiven Einschätzungen und Bewertungsprozessen.

Bei der primären Bewertung wird die eigene Bewältigungskompetenz eingeschätzt.

Die Einschätzung eines Ereignisses oder einer Situation wird als sekundäre Bewertung bezeichnet.

Eine Situation kann als irrelevant, angenehm-positiv oder als stressbezogen bewertet werden.

Bei einer irrelevanten Bewertung wird weiter unterschieden zwischen Schaden/Verlust (harm-loss), Bedrohung (threat) und Herausforderung (challenge).

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Relationale Stresskonzaption: was ist korrekt?

Stress entsteht durch ein objektiv wahrgenommenes Ungleichgewicht zwischen internen und/oder externen Anforderungen und den zur Verfügung stehenden Bewältigungsmöglichkeiten.

Das Vorhandensein von Ressourcen kann sich auf die Bewertung einer Situation auswirken.

Bezüglich der primären Bewertung wurden empirisch sechs Inhaltsbereiche ermittelt.

Vier Bewältigungsoptionen wurden im Rahmen der sekundären Bewertung untersucht.

Einer als zunächst neutral eingeschätzte Situation kann nach einer Neubewertung als bedrohlich wahrgenommen werden.