Leseprobe

Karten 394 Karten
Sprache Deutsch
Stufe Berufslehre
Copyright © Careum Verlag
Auflage 1. Auflage 2012
ISBN 978-3-03787-138-6
Erstellt / Aktualisiert 29.11.2017 / 23.04.2019

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  • 10.01.2019
    Das kann ich.
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aBK 1.4.1: Ich kann die Bedeutung von (privaten, halbprivaten, öffentlichen) Lebensräumen und deren Einrichtung für das Wohlbefinden von Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft beschreiben (K2)

 

Erläutern Sie, welche Bedeutung der eigene Lebensraum hat.

Frage 1 /4

 

Das Bedürfnis nach einer eigenen Wohnung oder einem eigenen Lebensraum gehört neben dem Bedürfnis nach Nahrung und Kleidung zu den menschlichen Grundbedürfnissen. Die Wohnung als der persönliche Lebensbereich gibt dem Menschen die Möglichkeit, sich zurückzuziehen. In den eigenen vier Wänden kann sich ein Mensch so einrichten, dass er sich wohl und geborgen fühlt. Von dort aus kann er das Leben meistern. Wo Menschen in Institutionen betreut werden, ist es besonders wichtig, die Verwirklichung dieses Grundbedürfnisses zu ermöglichen.


A Umfeld und Alltagsgestaltung aBK Kap. 1 (A4–A16)
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aBK 1.4.1: Ich kann die Bedeutung von (privaten, halbprivaten, öffentlichen) Lebensräumen und deren Einrichtung für das Wohlbefinden von Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft beschreiben (K2)

 

Definieren Sie private, halbprivate und öffentliche Lebensräume und erläutern Sie deren Bedeutung für das Wohlbefinden von Menschen.

Frage 2 /4

 

  • privat: Der persönliche Wohnbereich, die eigenen vier Wände einer Person gehören dem Betroffenen und schützen ihn vor sozialer Kontrolle. Sie bieten Rückzug und Sicherheit.
  • halbprivat: Institutionen und Wohngruppen sind halbprivate Lebensräume. In diesen gelten Regeln des Zusammenlebens, die im besten Fall gemeinsam mit den Klienten erarbeitet wurden. Auch in Institutionen ist es wichtig, dass betreute Menschen Rückzug finden.
  • öffentlich: Ausserhalb privater und halbprivater Lebensräume beginnt der öffentliche Lebensraum. Hier findet das soziale Leben statt (Verkehrsverbindungen, Einkaufsmöglichkeiten etc.). Den öffentlichen Lebensraum nach den eigenen Bedürfnissen nutzen zu können, bedeutet Selbstverwirklichung und Partizipation.

    A Umfeld und Alltagsgestaltung aBK Kap. 1 (A4–A16)
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    aBK 1.4.1: Ich kann die Bedeutung von (privaten, halbprivaten, öffentlichen) Lebensräumen und deren Einrichtung für das Wohlbefinden von Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft beschreiben (K2)

     

    Welche Gestaltungselemente für Räume kennen Sie? Beschreiben Sie drei.

    Frage 3 /4

     

    • Möbel: Möbelarten und ihre Platzierung im Raum. Möbel haben eine funktionale und eine dekorative Komponente.
    • Farben/Muster: Unterschiedliche Farben/Muster haben unterschiedliche Wirkungen auf eine Raumatmosphäre.
    • Licht/Beleuchtung: Ein Raum kann hell erleuchtet oder eher gemütlich und gedimmt beleuchtet werden.
    • Pflanzen: Pflanzen machen ein Zimmer lebendig und farbig.
    • Persönliche Gegenstände: Bilder, Zeichnungen, Erinnerungsstücke gestalten ein Zimmer und machen es zu einem persönlichen Raum.

      A Umfeld und Alltagsgestaltung aBK Kap. 1 (A4–A16)
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      aBK 1.4.1: Ich kann die Bedeutung von (privaten, halbprivaten, öffentlichen) Lebensräumen und deren Einrichtung für das Wohlbefinden von Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft beschreiben (K2)

       

      Beschreiben Sie wichtige Punkte zur Gestaltung eines

      • Zimmers für Jugendliche
      • eines Lebensraumes für Menschen mit Behinderung/betagte Menschen
      • Lebensraum für Menschen unterschiedlicher Herkunft

      Frage 4 /4

      • Gestaltung eines Kinder- oder Jugendzimmers: Jung, frisch, farbig. Eingerichtet für die Tätigkeiten Spielen, Schlafen/Ruhen, Freunde empfangen, Aufgaben machen, Musik hören, Basteln.
      • Gestaltung eines Lebensraums für Menschen mit einer Behinderung/betagte Menschen: Hell, gute Lichtverhältnisse; hohe Sitzmöglichkeiten; gute Anbindung an öffentlichen Verkehr; Haltegriffe; rutschfeste Böden.
      • Gestaltung eines Lebensraums für Menschen unterschiedlicher Herkunft: Behausungen (Hütten, Häuser, Wohnungen, . . .) sowie Wohnformen (Single-Haushalt bis Grossfamilien auf engstem Raum) unterscheiden sich je nach Kultur und Herkunft stark und sollten bei der Gestaltung von Lebensräumen beachtet werden.

        A Umfeld und Alltagsgestaltung aBK Kap. 1 (A4–A16)
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        aBK 2.1.3: Ich kann die Bedeutung der Raumnutzung für die Teilnahme am sozialen Leben erläutern (K2)

         

        Was sollte bei der Gestaltung von Räumen beachtet werden, damit die Teilnahme am sozialen Leben ermöglicht/erleichtert wird? Erläutern Sie drei Aspekte.

        Frage 1 /1

         

        • Kommunikation: In Räumen werden soziale Kontakte gepflegt. Deshalb ist das Ermöglichen von Kommunikation von grosser Bedeutung. Dazu gehört vor allem die Gestaltung einer möglichst adäquaten Akustik.
        • Räumliche Beziehungen: Die Anordnung verschiedener Räume und somit die Herstellung von räumlichen Beziehungen muss die Kommunikation fördern. Das heisst z. B., dass Sofa und TV in einer Ecke platziert werden, Schlafräume abgeschlossen werden können, Konferenzräume hell und mit verglasten Türen eingerichtet werden etc.
        • Raumnutzung: Essräume, Besprechungszimmer, Räume zum gemütlichen Beisammensein werden ihrer Nutzung entsprechend eingerichtet.

          A Umfeld und Alltagsgestaltung aBK Kap. 1 (A4–A16)
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          aBK 1.4.2: Ich kann die Bedeutung von Orientierungshilfen beschreiben (K2)

           

          Was bedeutet Orientierung und welche Formen der Orientierung werden unterschieden?

          Frage 1 /3

           

          Orientierung heisst, sich zurechtzufinden.

          Man unterscheidet folgende Formen der Orientierung:

          • Räumliche Orientierung: 
            Wo bin ich?
          • Personelle Orientierung:
            Wer bin ich? Wie bin ich? Mit wem bin ich?
          • Zeitliche Orientierung:
            Wie spät ist es? Welcher Tag ist heute?
          • Situative Orientierung:
            Was mache ich gerade? Wie fühle ich mich?
            Woher komme ich und wohin gehe ich?

          A Umfeld und Alltagsgestaltung aBK Kap. 1 (A4–A16)
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          aBK 1.4.2: Ich kann die Bedeutung von Orientierungshilfen beschreiben (K2)

           

          Beschreiben Sie je zwei Orientierungshilfen für die Dimensionen

          • Ort und Raum
          • Person
          • Zeit
          • Situation

          Frage 2 /3

          • Räumliche Orientierungshilfen: Farben, Möbel, Bilder, Türschilder, visuelle Orientierungshilfen (z. B. Linien oder Fussabdrücke auf dem Boden).
          • Personelle Orientierungshilfen: Fotoalben, Gespräche über gemeinsame Erlebnisse, Körperpflege, Beziehung zu anderen Menschen.
          • Zeitliche Orientierungshilfen: Uhren, Kalender, der Tageszeit angepasste Aktivitäten und Mahlzeiten, der Jahreszeit angepasste Dekoration, Zeitpläne (Stundenplan, Arbeitsplan, . . .).
          • Situative Orientierungshilfen: Kommunikation, Gespräche, Medien, Arbeit, Schlafen, Freizeit, Essen, Wochenende, Ferien, Biografiearbeit.

            A Umfeld und Alltagsgestaltung aBK Kap. 1 (A4–A16)
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            aBK 1.4.2: Ich kann die Bedeutung von Orientierungshilfen beschreiben (K2)

             

            Nennen Sie je eine mögliche Auswirkung vom Verlust . . .

            • . . . der räumlichen Orientierung.
            • . . . der personellen Orientierung.
            • . . . der zeitlichen Orientierung.
            • . . . der situativen Orientierung.

            Frage 3 /3

            • Ohne räumliche Orientierung weiss eine Person nicht, wo sie ist und was geschieht. Sie verirrt sich, fühlt sich hilflos und hat Angst.
            • Personelle Desorientierung bedeutet, dass jemand seinen Namen nicht mehr kennt und nicht weiss, wie alt er ist, wo er wohnt etc. Die Person wirkt verstört.
            • Zeitliche Desorientierung bewirkt, dass eine betroffene Person nicht weiss, wie spät es ist etc. Folgen davon sind Angst, Unselbstständigkeit, Verwirrtheit oder Hilflosigkeit.
            • Der Verlust der situativen Orientierung bewirkt, dass sich eine Person ratlos zeigt im Hinblick auf eine Situation. Sie weiss nicht, woher sie kommt und was sie da macht, wo sie ist.

              A Umfeld und Alltagsgestaltung aBK Kap. 1 (A4–A16)
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              aBK 2.1.1: Ich kann die Bedeutung des Alltags beschreiben und Unterschiede zwischen institutionellem und privatem Alltag erläutern (K3)

               

              Was ist Alltag und welche Bedeutung hat er?

              Frage 1 /3

               

              Alltag ist das, was wir alle Tage tun. Alltag bedeutet für den Menschen:

              • Sicherheit durch wiederkehrende Handlungen und Abläufe (Routine).
              • Orientierung an festen Strukturen und Tätigkeiten.
              • Wohlbefinden bei vertrauten und nahe stehenden Menschen.

                A Umfeld und Alltagsgestaltung aBK Kap. 2 (A17–A28)
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                aBK 2.1.1: Ich kann die Bedeutung des Alltags beschreiben und Unterschiede zwischen institutionellem und privatem Alltag erläutern (K3)

                 

                Welche Bereiche prägen unseren Alltag?

                Erläutern Sie drei.

                Frage 2 /3

                 

                Unser Alltag wird von fünf Bereichen geprägt:

                • Tätigkeiten: Arbeiten, Wohnen, Schlafen, Lernen, Einkaufen etc.
                • Personen: Wir teilen unseren Alltag mit verschiedenen Menschen: Familie, Freunde, Partner, Arbeitskolleginnen etc.
                • Bedürfnisse: Auch Bedürfnisse wie Essgewohnheiten, Freizeitgestaltung, Schlafverhalten etc. prägen unseren Alltag.
                • Infrastruktur: Dazu gehören Verkehrsmittel, öffentliche Gebäude, Einkaufsmöglichkeiten etc.
                • Einstellungen/Haltungen: Unsere Beziehung zur Natur, Einstellung zu Religion, Gesundheit und Krankheit und unsere Haltung gegenüber anderen Menschen beeinflussen den Alltag.

                  A Umfeld und Alltagsgestaltung aBK Kap. 2 (A17–A28)