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Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 29.06.2016 / 19.06.2019
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Was bedeuted führung?

Führung bedeutet:

  • andere in Richtung auf ein angestrebtes Ziel beeinflussen zu können
  • eine Welt zu erschaffen, der die Menschen angehören wollen
  • Schutz geben, Entwicklung ermöglichen 
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Welche Führungsstile gibt es?

  • Autoritäre Führung - enormer Entscheidungsspielraum des Vorgesetzten ohne jegliche Beteiligung seiner Unterstellten
  • Patriarchalische Führung - dominierender Entscheidungsspielraum des Vorgesetzen, der aber seine Unterstellten von seinen Entscheidungen überzeugen will.
  • Beratende Führung - Mitteilung des Vorgesetzten an seine Unterstellten über Entscheid, Möglichkeit zur Meinungsäusserung
  • Konsultative Führung - Mehr Mitsprachemöglichkeiten von den Unterstellten, Entscheid liegt aber beim Vorgesetzten
  • Partizipative Führung - Probleme werden den Unterstellten geschildert, diese unterbreiten Lösungsvorschläge, Vorgesetzte trifft aber Entscheidung.
  • Delegative Führung - Erarbeitung von Lösungsvorschläge durch Unterstellte, diese entscheiden auch im vom Vorgesetzten gegebenen Rahmen.
  • Demokratische Führung - Autonomes agieren und entscheiden durch Unterstellte. Rolle des Vorgesetzten ist Koordinator (unterstützt bei Entscheidungsfindung). 
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Praxistipps für erfolgreiche Gespräche

  1. Bereiten Sie sich gut vor
  2. Behalten Sie das ganze Gespräch über immer Ihre Ziele im Auge
  3. Bemühen Sie sich um eine partnerschaftliche Einstellung
  4. Erst verstehen, dann verstanden werden
  5. Lassen Sie sich nicht “zuschütten”
  6. Lassen Sie sich nicht unterbrechen
  7. Fassen Sie sich selbst kurz
  8. Fragen Sie auf jeden Fall nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben
  9. Fragen, fragen, fragen
  10. Verwenden Sie eine klare und bildhafte Sprache mit vielen Beispielen 
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Gesprächsführungstechniken?

  • 50 Prozent Regel
    • Der Effekt von einseitigen Monologen durch den Gesprächsführer ist begrenzt.
    • Für die Phasen der Problemlösung in einem schwierigen Gespräch sollten daher mindestens 50 Prozent der Energie zur Problemlösung vom Mitarbeiter aufgewendet werden.
    • Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass gemeinsam Lösungen entwickelt werden, die nachhaltig sind und vom Gegenüber akzeptiert sowie umgesetzt werden. 
  • Feedback – bitte handlungsrelevant
    • Aussagen mit allgemeinen Zuschreibungen ("Sie sind unkooperativ!") helfen dem Mitarbeiter ebenso wenig wie der Führungskraft.
    • Solche Aussagen können leicht als undifferenzierter Angriff auf die eigene Person verstanden werden, da kein konkreter Bezug zu einer Situation oder einem Arbeitsergebnis hergestellt werden kann. Die Folge können Gegenangriff oder Verteidigung sein. 
  • Die VW Regel
    • Vorwürfe (V) in Wünsche (W) verwandeln.
    • Anstelle von "Herr Müller, Sie sind unkooperativ" kann formuliert werden: "Herr Müller, ich wünsche mir, dass Sie in Zukunft kooperativer sind". • Vorwürfe lassen dem Gesprächspartner kaum andere Möglichkeiten als sich zu verschließen.
    • Wünsche hingegen sind zukunftsgerichtet und haben weniger Bedrohungspotenzial. 
  • Geteiltes Verständnis herstellen
    • Es ist ein Fehler davon auszugehen, dass wir alle das gleiche Verständnis von einer Aussage oder einem Begriff oder auch einem Ziel haben.
    • Beispielsweise kann die Führungskraft ein anderes Verständnis von Effizienz oder guter Zusammenarbeit als der Mitarbeiter haben. . 
  • Die "innere Haltung" des Gesprächsführenden
    • Die innere Haltung und Einstellung des Gesprächsführers hat einen wesentlichen Einfluss auf Qualität und Erfolg des Gesprächs. . 
  • Schlechte Botschaften und Emotionen
    • Müssen in einem Gespräch negative Botschaften und Informationen vermittelt (und gleichzeitig Veränderungen umgesetzt) werden, muss der Gesprächspartner Zeit zur emotionalen Verarbeitung der Nachricht haben.
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Einzelarbeitsvertrag?

Einzelarbeitsvertrag (EAV)

Der Einzelarbeitsvertrag verpflichtet den Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin auf bestimmte oder unbestimmte Zeit zur Leistung von Arbeit im Dienst des Arbeitgebers bzw. der Arbeitgeberin und diese(r) zur Entrichtung eines Lohns (OR 319 Abs. 1). 

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Normalarbeitsvertrag?

Normalarbeitsvertrag (NAV)

  • Beim Normalarbeitsvertrag werden für die einzelnen Arten von Arbeitsverhältnissen Bestimmungen über deren Abschluss, Inhalt und Beendigung aufgestellt (OR 359 Abs. 1). Zuständig zum Erlass sind der Bundesrat oder die Kantone (OR 359a).
  • Sie können bei wiederholter Lohnunterbietung in Branchen, wo es keine GAV gibt (z.B. Landwirtschaft, Hauswirtschaft), NAV mit zwingenden Bestimmungen zu Mindestlöhnen, Arbeitszeiten, Sozialleistungen und Ferien erlassen.
  • Diese NAV gelten für die ganze Branche und dürfen nur zugunsten der Arbeitnehmenden abgeändert werden.
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Gesamtarbeitsvertrag?

Gesamtarbeitsvertrag (GAV)

  • Beim Gesamtarbeitsvertrag stellen Arbeitgeber oder deren Verbände und Arbeitnehmerverbände gemeinsam Bestimmungen über Abschluss, Inhalt und Beendigung der einzelnen Arbeitsverhältnisse der beteiligten Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf (OR 356 Abs. 1)
  • Darin definieren die Sozialpartner die Minimalbestimmungen (z.B. Minimallohn), die von den Einzelarbeitsverträgen nicht unterschritten werden dürfen.
  • Man unterscheidet zwischen allgemein verbindlichen (branchenspezifisch) und nicht allgemein verbindlichen GAV (nur für Verbandsmitglieder). 
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Arbeitsvertrag und seine wesentlichen Inhalte ?

  • Parteien (Identifikation der Parteien mit Adresse)
  • Beginn und Dauer (befristet oder unbefristet)
  • Umfang (Pensum in %)
  • Arbeitsort
  • Entlöhnung
  • Arbeitszeit und Ferien
  • Probezeit
  • Kündigungsfrist