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Lernende 3 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 28.08.2016 / 01.07.2019
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Muskelzerrung

  • Def: Muskelfaserschädigung, meist am Muskel-Sehnenübergang, nur hist. erkennbar
  • Ät: direktes (Fusstritt) oder indirektes (Überbelastung="Over-Use-Syndrom")
  • Sy: plötzlicher Schmerz, Funtktionsverlust, kein Hämatom!!!
  • Dx: Anamnese(Unfallhergang), klin. Untersuchung
  • Tx: konservativ: -nach PECH-Regel - P=Pause, E=Eis, C=Compression, H=Hochlagern

 

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Muskelriss

  • Def: Muskelfaser- oder Nuskelfaserbündelriss, oft am Muskel-Sehnenübergang
  • Ät: direktes oder indirektes Trauma
  • Sy: Plötzlicher Schmerz, Funktionsverlust, Hämatombildung!!! (Unterschied zur Muskelzerrung)
  • Dx: Anamnese, klin. Untersuchung, evtl. Sono oder Weichtelaufnahmen (CT oder MRI)
  • Tx: konservativ: -nach PECH-Regel(Pause, Eis, Compression, Hochlagern)
  • Tx: operativ: -Muskelnaht bei ausgedehnten Muskelrupturen
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Distorsion

  • Def: Gelenksverrenkung durch Zerrung und Drehung, Verstauchung, kann periartikuläre Strukturen beeinrächtigen
  • Ät: Indirekte Gewalt (z.B. "falscher Tritt")
  • Sy: Schmerzen, Funktionsverlust, geschwollenes Gelenk, evtl. Gelenkserguss, Verletzungen des Bandapparates wie Teilrisse und Risse
  • Dx: Anamnese, klin. Untersuchung, Rö. Gelenk in mind. 2 Ebenen, evtl. Arthroskopie
  • Tx: konservativ: PECH- Regel
  • Tx: Gelenkspunktion, evtl. operativ, Medikamente: NSAR, Schmerzmittel (Paracetamol, abschwellende Medikamente
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Luxation

  • Def: Ausrenkung eines Gelenks
  • Epi: 45% Schuter, 20% Ellenbogen
  • Ät: direkte oder indirekte Gewalt
  • Sy: Schmerzen, Funktionsverlust, Fehlstellung (evtl. sichtbare Verlagerung eines Gelenkpartners)
  • Kompl: meist begleitet von Gelenkkapsel./Band-/Weichteilverletzungen (bis hin zur offenen Luxation)
  • Dx: Anamnese, klin. Untersuchung, Röntgen, evtl. CT oder MRI
  • Tx: Manuelle oder operative Reposition, Versorgung verletzter Strukturen
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Fraktur

  • Def: Knochenbruch (am häufigsten dist. Radiusfraktur, Schenkelhals, Malleolen, prox. Humerus)
  • Einteilung nach Ursachen
    • Ät: -traumatische Fraktur: Stoss, Schlag, Geschoss, Aufprall
    • Ät: - Ermüdungsfraktur: Schleichfraktur durch Überbelastung= Stressfraktur, Marschfraktur
    • Ät: -pathologische Fraktur: bei Knochentumoren, Knochenmetastasen hochgradiger Osteoporose
  • Einteilung nach Zustand der Haut
    • Ät: -geschlossene Fraktur: ohne offenem Weichteildefekt
    • Ät: -offene Fraktur: sichtbare KNochenfragnümente
  • nach Lage der Knochenfragmente
    • Ät: -dislozierte Farktur: Verschiebung der Knochenfragmente zueinander
    • Ät: -nicht dislozierte Fraktur: keine Verschiebeung
  • Sy: Schmerzen, Schwellung, vtl.Funktionsverlustsichere Frakturzeichen: abnorme Beweglichekit, groteske Fehlstellung, sichtare freie Knochenenden (offene Frakur)
  • Kompl: Aubildung eines Pseudogelenks, Infektionsgefahr
  • Dx: sichere Bruchzeichen: abnorme Beweglichkeit, groteske Fehlstellung, Krepitation (knirschen), sichtbare freie Knochenenden (offene Fraktur); Röntgennachweis: in mind. 2 Ebenen; Unsichere Frakturzeichen: Schmerz, Kompressionsschmerz, Schwellung, Hämatom, Funktionsverlust
  • Schulmedizinische Tx: Reposition+ Fixation+ Ruhigstellung+ funkt. Übungsbehandlung (Wiederherstellung der Funktion), funkt: ohne Fixation (z.B. Rippenfraktur), kons: Ruhigstellung durch Gips, Schiene usw., OP, Heilungszeiten ca. 3 (Finger, Rippen) bis14 Wochen (Wirbelkörper)
  • Naturheilkundliche Tx: Phytotherapie: Kieselsäuredrogen, Biochemie nach Dr. Schüssler, Homöopathie
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Epicondylitis humeri radialis (Tennisellenbogen),

ulnaris (Golferellenbogen)

  • Def: Entzündung des Sehnen-Knochenübergangs, meist am Arm als Epicondylitis humeri radialis(Tennisellenbogen) oder ulnaris(Golferellenbogen), Patellaspitzensyndrom
  • Ät: Überbelastung oder chron. Belastung, Epicondylitis nur Anfangssstadium einer Entzündung, später lokal atrophisierender Prozess
  • Sy: Schmerzen im Bereich des Sehnen- Knochenübergangs, oft austrahlend durch Bewegung verstärkt, evtl. sogar Funktionsverlust
  • Dx: Anamnese (Beschwerden, Beruf, Hobbies), Palpation, Funktionstest, Bildgebung
  • Schulmedizinische Tx: konservativ: mit Wärme, Ruhigstellung(elastsicher Verband); Physiotherapie, Ultraschall, NSAR, Cortisoninjektionen
  • Naturheilkundliche Tx: Phytotherapie, Biochemie nach Dr. Schüssler, Passive Dehnungen/ Triggerpunkte
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Gicht

(Arthritis urica)

  • Def: durch Hyperurikämie (Harnsäure+, Abbauprodukt von DNA) gekennzeichnete Stoffwechselkrankheit, entzündliche Kristallatropathie, Ablagerung von Uratkristallen im Gewebe, Folge- lokale Entzündung (meist Grosszehengrundgelenk), eher Männer/ Alter
  • Formen: -primäre Gicht: 80% Störung der Harnsäureausscheidung in der Niere oder 20 %  Purinbiosynthesen(übermässige Bildung von Harnsäure)
    • genetisch
    • Adipositas, Alkoholabusus, übermässiger Fleischkonsum, Übersäuerung, Diab. mell., NIereninsuffizienz, Medikamente
  •                 -sekundäre Gicht:
    • Vermehrte Bildung von Harnsäure durch erhöhten Abbau von Nukleinsäure bei Zellzerfall z.B. bei Tumoren und deren Behandlung, z.B. Leukämie
  •                 -verminderte renale Harnsäureausscheidung
    • durch Nierenerkrankung mit Niereninsuffizienz
  • Sy: akut- Entzündungsreaktion, meist an Grosszehengrundgelenk (Podagra), durch:
    • "Festen und fasten"
    • Ess-/Alkoholexzesse (prurine Ernährung), Stress (durch fasten), akute Infekte, plötzlich sehr heftige Gelenkschmerzen, meist nachts, Rötung, Schwellung und Druckschmerzhaftigkeit, oft hohes Fieber
  • Sy: chron.- selten, nur ohne konsequente Therapie
    • chronische Arthritis, Gichtknoten= Gicht-Tophi, Schädigung der Nieren, Harnsteinbildung
  • Dx: -körperliche Untersuchung- akut auftretende Monoarthritis, Labor (Harnsäure+, Uratkristalle im Gelenkpunktat)
  • RF: - Diabetes mellitus, Hyperlipdämie, prurinreiche Ernährung (Schalen-, Krustentiere, Bier)
  • Tx schulmedizinisch: - Diät, Verzicht auf prurinreiche Ernährung(fleischarme Kost, keine Meeresfrüchte, kein Alkohol, kein Kaffee), Ruhigstellung, Kühlen, Medis zur Senkung des Harnsäurespiegels, entzündungshemmende (NSAR) und schmerzstillende (Analgetika) Medis, viel Trinken
  • Tx naturheilkundlich: Tee, Einreibungen, Phytotherapie, Fussreflexzonenmassage
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Skoliose

  • Def: -seitliche Verkrümmung der WS
  • Merkmale: -seitliche Verkümmung v.a. BWS, Schulter- und Beckenschiefstand, ungleiche Belastung der Füsse(Hornhaut), selten eingeschränkte Atemfunktion und Kreislaufprobleme
  • Ät- funkt. Skoliose: Beckenschiefstand, verschiedene Beinlängen, muskuläre Dysbalance, bei einseitiger Belastung
  • Ät- anat. Skoliose(kann nicht ausgeglichen werden): Fraktur, Wachstumsstörung, deg. Veränderungen im Bereich der Bandscheiben und- gelenke
  • Sy: Kreuz- Rückenschmerzen, Atemschwierigkeiten, Steifigkeit, Nackenverspannungen, Herzsensationen
  • Dx: -Verlauf der Dornfortsätze, Pat. nach vorne beugen lassen, Röntgen WS
  • schulmedizinische Tx: Korrektur bis zum Wachstumsabschluss, Gymnastik, Physiotherapie, Korsett, evtl. OP
  • naturheilkundliche Tx: Dorntherapie, APM, warme Wickel, Feldenkrais, Craniosakraltherapie