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Alexander Wahler
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Sprache Deutsch
Stufe Grundschule
Erstellt / Aktualisiert 20.08.2014 / 21.02.2018
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Libet, Gleason, Wright und Perl, 1983

Libet, Gleason, Wright und Perl, 1983

  • Vp sollten ein Ziffernblatt mit einem kreisenden Punkt einmal pro Runde (je 2,56sek.) den Finger zu einem selbstgewählten Zeitpunkt drücken
  • Per EEG wurde gemessen, wann die Bereitschaft dafür einsetzte
  • Ergebnis: 200ms vor Tastendruck trafen die Vp die Entscheidung, aber bereits 550ms vor Tastendruck setzte das Bereitschaftspotential ein
  • Einschränkungen dieses Experiments: die Personen waren ohnehin willentlich in einer Bereitschaft, entsprechende Reaktionen auf Reize zu zeigen
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Kritik an den Versuchen zur Willensfreiheit

 

Kritik an den Versuchen zur Willensfreiheit

  • Fundamentalfehler der Attribution: Ereignisse werden deutlich bevorzugt internal attributiert
  • Es gibt Befunde, dass das Gehirn die Effekte von Handlungen vorausberechnet und mit den tatsächlich wahrgenommenen Effekten vergleicht

 

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Drei zentrale Fragen der Klassische Willenspsychologie

 

Drei zentrale Fragen der Klassische Willenspsychologie

1. Warum reagieren Personen je nach Anweisung auf denselben Reiz unterschiedlich (keine Konstanzannahme)?

2. Wie kann man auf ferne Ziele ausgerichtetes Handeln erklären (Frage der Persistenz)?

3.Wie setzten sich gefasste Absichten gegen innere Widerstände durch (Frage der Willensstärke)?

- Konstanz, Persistenz, Willensstärke

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Achs Theorie der determinierenden Tendenzen

Achs Theorie der determinierenden Tendenzen

  • wird als Nachwirkung einmal gesetzter Zielvorstellungen definiert
  • Deterministische Tendenz umso stärker je größer die Assoziationen zwischen Reiz und Aufgabe
  • Funktion der deterministischen Tendenz: innere Widerstände zu überwinden
  • Experiment:
  • Vpn übten Wortsilbenkombinationen ein
  • Dann Änderung der Aufgabenbedingung
  • Statt Untersuchung des Assoziationslernens Untersuchung des Willensaufwands beim Paradigmenwechsel
  • Die neuen Aufgaben liefen den eingeübten Assoziationen zuwider
  • Primärer Willensakt: gegen eingebübte Assoziationen zu handeln
  • Ach sah die Aufgabenauswahl nicht als Teil der Willenspsychologie

 

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Vier Auswirkungen des Willensaktes nach Ach

 

Vier Auswirkungen des Willensaktes nach Ach

  • „Gegenständliches Moment“; die Zielvorstellung
  • „aktuelles Moment“; die Einsicht, dass man das Ziel wirklich erreichen 
möchte
  • „anschauliches Moment“; physiologische Spannungsempfindungen
  • „zuständliches Moment“; gesteigerte Anstrengung

 

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Achs Annahmen

Achs Annahmen

  • Unterscheidung zwischen assoziativ gelernten und determinierenden Prozessen
  • Auswirkungen von Zielsetzungen auf kognitive und perzeptuelle Prozesse
  • Hindernde Wirkung bereits eingeübter Verhaltensweisen
  • Je konkreter ein Ziel, desto schneller und sicherer läuft die Zielerreichung ab

 

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Automatische vs. bewusste Prozesse

Automatische vs. bewusste Prozesse

  • Automatische Prozesse: unbewusst gewordene, einstmals bewusste Prozesse = erworbene Fähigkeiten
  • Prozesse nicht gleich Handlungen -> Viele Handlungen bestehen aus Kombinationen bewusster und unbewusster Prozesse
  • Hat der Willen Einfluss auf automatisierte Prozesse? Ja.
  • → der Wille erhöht oder bildet die Bereitschaft, auf Reize mit z.T. vorher gelernten Reiz-Reaktion-Schemata zu reagieren
  • Umgekehrt wirken sich diese unbewussten Prozesse dann wieder auf das Verhalten aus
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Gegenüberstellung bewusster und unbewusste Prozesse

Gegenüberstellung bewusster und unbewusste Prozesse

  • Bewusst: ausgelöst durch Intentionen, Ablauf – Bewusst, Kognitive Belastung – Hoch
  • Unbewusst: ausgelöst durch Reize, Ablauf – Unbewusst, Kognitive Belastung – Niedrig