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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 12.08.2019 / 29.08.2019
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Definition Delir 

1. Delir ist ein akutes und häufig vorkommendes reversibles neuro-psychiatrisches Syndrom, welches mit der Verschlechterung von kognitiven Fähigkeiten und damit verbundenen Verwirrtheitszuständen einhergeht.

2. Bewusstseinseintrübung (Verwirrtheit), verbunden mit Apathie/Schläfrigkeit oder Erregung, Sinnestäuschungen und Wahnideen.

  • Auch Akute Verwirrtheit
  • Früher auch als Durchgangssyndrom bezeichnet

 

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Hyperaktives Delir

Tritt am seltensten auf.

Akute Veränderung kognitiver Funktionen 

  • Gesteigerte Aktivität (Umherwandern, Nesteln, Suchen) - erhöhte Sturzgefaht 
  • Erhöhte Gefahr der Fremd und Selbstgefährdung (Aggressive Ausbrüche)
  • Ältere Pat. kann eine Urin- und Stuhlinkontinez auftreten 
  • Weitere neurologische und motorische Symptome können verschiedene Bewegungs- und Koordinationsstörungen wie Ataxie und Tremor, sowie verschiedene Sprach- und Sprechstörungen sein.
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Hypoaktives Delir

Tritt bei älteren Menschen häufiger auf und wird oft verkannt. 

  • verminderte Aktivität (verlangsamte verzögerte Bewergung/ Sprechen
  • Reduzierte Wahrnehmung (wirken apathisch und zeigen wenig affektive Reaktionen) 
  • Erhöhte Gefahr von Malnutrition/ Dekubitus 
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Gemischtes Delir

Anteile von hyperaktiven und hypoaktiven Phasen die typischerweise im Tagesablauf fluktuieren

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Differenzialdiagnose 

  • Delir
  • Demenz
  • Depression
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Delir Risikofaktoren 

Akute Erkrankugen: 

  • Inketionen (HWI, Pneuominie)
  • Sepsis
  • Hohes Fieber

Primär neurologische Erkrankungen 

  • CVI
  • Epilepsie 

Metabolische Entgleisung 

  • Elektolytenentgleisung 
  • Hypo-/Hyperglykämie

Medikamente 

  • C2-Abusus
  • Benzo-Entzug
  • paradoxe Wirkung auf Sedativa 

Umgebungsfaktoren 

  • DK 
  • veränderte Umgebung (Stationswechsel) 
  • Stress
  • Schlafentzug 
  • allg. Schläuche (Viggo, Drainage, etc.) 
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Folgen eines Delir's

  • Mortalität, Morbidität und Komplikationsraten steigen
  • schwere Krankheitsverläufe
  • dauerhafte Verschlechterung des kognitiven bzw. des funktionellen Zustandes
  • Verlegung in ein Pflegeheim
  • höherer Arbeitsaufwand bei den Pflegenden
  • grössere emotionale Belastung
  • Verlängerung des Spitalaufenthaltes 

Wird ein Delir nicht behandelt ist es tödlich. 

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Pflegeschwerpunkte 

Delir erkennen und behandeln 

  • Medikamente anpassen
  • Infekte vermeiden/ behandeln
  • Dehydration vermeiden/ behandeln 
  • Sauerstoffversorgung sicherstellen (Hypoxie)
  • SZ vermeiden/ behandeln/ reduzieren

Kontrolle über Verhalten aufrecht erhalten 

  • Orientierung geben (gegenstände von Zuhause mit bringen
  • sensorische Defizite behandeln
  • Stress reduzieren
  • Angehöhrige, Bezugspersonen mit einbeziehen 
  • Bekannte komplikationen erfassen/ vorbeugen